können


können
können:
Das gemeingerm. Verb (Präteritopräsens) bedeutete im Gegensatz zu heute früher »geistig vermögen, wissen, verstehen«. Diese alte Bedeutung spiegeln auch wider die Kausativbildung kennen (eigentlich »wissen lassen, verstehen machen«), die Adjektivbildung kühn (ursprünglich »wissend, erfahren, weise«), das Verbalabstraktum Kunst (ursprünglich »Wissen, Verstehen«) und die Partizipialbildung kund (eigentlich »gewusst, verstanden«). Mhd. künnen, kunnen, ahd. kunnan, got. kunnan, aengl. cunnan (engl. can); schwed. kunna gehen mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf die Wurzel *g̑en‹ə›- »erkennen, kennen, wissen« zurück, vgl. z. B. lat. ‹g›noscere »erkennen« (s. die Fremdwörtergruppe um nobel) und griech. gi-gnōskein »erkennen« (s. die Fremdwörtergruppe um Diagnose). Über die weiteren Zusammenhänge s. den Artikel Kind. – Abl.: Könner (17. Jh.).

Das Herkunftswörterbuch . 2014.